Hinweise zur Stornierung von Bestellungen

1. Stornierungsanfrage vor dem Versand

Eine direkte Stornierung über das Kundenkonto oder die Website ist derzeit nicht vorgesehen. Wenn eine Bestellung vor dem Versand nicht weiter bearbeitet werden soll, kann eine entsprechende Anfrage per E-Mail oder telefonisch über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten übermittelt werden.

Eine solche Stornierungsanfrage ist insbesondere in der frühen Bearbeitungsphase möglich. Ob sie noch umgesetzt werden kann, hängt vom tatsächlichen Status der Bestellung zum Zeitpunkt der Prüfung ab.

  • Innerhalb von etwa 72 Stunden nach erfolgreicher Zahlung kann eine Stornierung angefragt werden, sofern die Bestellung noch nicht für Versand oder Transport vorbereitet wurde.

  • Hat die logistische Bearbeitung bereits begonnen, kann eine technische Stornierung unter Umständen nicht mehr durchgeführt werden.

  • Die 72-Stunden-Angabe betrifft ausschließlich die interne Möglichkeit einer Stornierung vor dem Versand und schränkt ein bestehendes gesetzliches Widerrufsrecht nicht ein.

Bei Verbraucherverträgen kann nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere ein 14-tägiges Widerrufsrecht bestehen. Die Einzelheiten hierzu sollten zusätzlich in der Widerrufsbelehrung der Website beschrieben werden.

2. Bestellung befindet sich bereits im Versand

Sobald eine Bestellung an den Versandprozess übergeben wurde, richtet sich das weitere Vorgehen nach dem jeweiligen Transportstatus. Eine nachträgliche technische Stornierung ist in dieser Phase häufig nicht mehr möglich.

Das bedeutet jedoch nicht, dass gesetzliche Verbraucherrechte entfallen. Wenn ein Widerrufsrecht besteht, kann dieses entsprechend den dafür geltenden Voraussetzungen ausgeübt werden.

  • Bereits versandte Bestellungen können normalerweise nicht mehr aus dem laufenden Transportprozess heraus storniert werden.

  • Nach Erhalt der Ware kann gegebenenfalls das vorgesehene Rückgabeverfahren genutzt werden.

  • Soll eine Bestellung widerrufen werden, sollte der Widerruf über eine eindeutige Erklärung mitgeteilt werden. Allein die Nichtannahme einer Sendung sollte nicht als Ersatz für eine Widerrufserklärung betrachtet werden.

  • Wird ein Paket nach vorheriger Abstimmung oder im Zusammenhang mit einem erklärten Widerruf zurückgeführt, kann die weitere Bearbeitung nach Eingang und Zuordnung der Rücksendung erfolgen.

Die konkreten Bedingungen für Rücksendungen und gesetzliche Widerrufsrechte ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung und den Rückgabe- und Erstattungsbedingungen.

3. Angaben für eine Stornierungsanfrage

Damit eine Anfrage möglichst eindeutig einer Bestellung zugeordnet werden kann, sollten die relevanten Bestelldaten übermittelt werden. Dadurch lässt sich prüfen, ob sich die Bestellung noch in einem bearbeitbaren Stadium befindet.

Hilfreich sind insbesondere:

  • die zugehörige Bestellnummer,

  • Angaben, anhand derer der Zahlungsstatus nachvollzogen werden kann,

  • eine kurze Mitteilung, dass die Bestellung nicht weiter ausgeführt werden soll.

Eine ausführliche Begründung ist für eine eindeutige Stornierungsanfrage grundsätzlich nicht erforderlich. Falls zusätzliche Angaben für die Zuordnung des Vorgangs benötigt werden, können diese im Rahmen der Bearbeitung angefragt werden.

Kontakt

Über diese Kontaktmöglichkeiten können Stornierungsanfragen sowie Fragen zum aktuellen Bestellstatus übermittelt werden.

4. Prüfung der Anfrage

Nach Eingang einer Stornierungsanfrage wird zunächst der aktuelle Bearbeitungs- und Versandstatus der betreffenden Bestellung geprüft.

Befindet sich die Bestellung noch vor der Versand- oder Logistikphase, kann die weitere Bearbeitung gegebenenfalls gestoppt und die Bestellung entsprechend angepasst werden.

  • Entscheidend ist der tatsächliche Bestellstatus zum Zeitpunkt der Bearbeitung der Anfrage.

  • Hat die Versandvorbereitung bereits begonnen, kann anstelle einer Stornierung das gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Rückgabe- beziehungsweise Widerrufsverfahren relevant werden.

  • Eine eingereichte Anfrage allein bedeutet noch nicht, dass eine laufende Versandabwicklung technisch unterbrochen werden kann.

Gesetzliche Rechte von Verbrauchern bleiben hiervon unberührt.

5. Rückzahlung nach einer bestätigten Stornierung

Wurde eine Bestellung vor dem Versand wirksam storniert und ist eine Rückzahlung erforderlich, erfolgt die weitere Zahlungsabwicklung grundsätzlich über die ursprünglich verwendete Zahlungsart.

Nach Abschluss der internen Prüfung kann die Rückzahlung üblicherweise innerhalb von etwa 1 bis 3 Werktagen zur Verarbeitung angewiesen werden.

Die tatsächliche Gutschrift kann anschließend zusätzliche Zeit beanspruchen:

  • Banken, Kartenaussteller und Zahlungsdienstleister verwenden unterschiedliche Bearbeitungszeiträume.

  • Als allgemeiner Orientierungswert kann die vollständige Verarbeitung etwa 10 bis 15 Tage in Anspruch nehmen.

  • Die genannten Zeitangaben stellen keine garantierten Banklaufzeiten dar.

Falls eine bereits bestätigte Rückzahlung nach einem längeren Zeitraum noch nicht sichtbar ist, können die Bestellnummer und die zugehörigen Zahlungsinformationen über web@gervado.com oder +1 (414) 613-3813 zur weiteren Prüfung übermittelt werden.

6. Verhältnis zum gesetzlichen Widerrufsrecht

Die hier beschriebene Stornierung betrifft in erster Linie die Möglichkeit, eine Bestellung noch vor Beginn des Versands aus dem internen Bearbeitungsprozess zu nehmen. Sie ist vom gesetzlichen Widerrufsrecht zu unterscheiden.

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann Verbrauchern bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein Widerrufsrecht zustehen. Die hierfür geltende Frist und das erforderliche Verfahren richten sich nach den jeweils anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen.

  • Die interne Stornierungsfrist von etwa 72 Stunden ersetzt keine gesetzliche Widerrufsfrist.

  • Ein bereits erfolgter Versand schließt ein bestehendes Widerrufsrecht nicht automatisch aus.

  • Ausschlüsse oder Besonderheiten können bei bestimmten Warenarten gesetzlich vorgesehen sein.

Verbindliche Einzelheiten zu Fristen, Ausübung und möglichen Ausnahmen sollten der Widerrufsbelehrung entnommen werden.